Art
Brettspiel
Genre
Solo-Strategie
Autor
Chris Taylor (2017)

Nemo’s War

Fazit

Nemo's War ist für mich eines der besten und stimmungsvollsten Spiele für Solisten: Wer historisches Flair und spannende Abenteuer sucht, sollte mit der Nautilus in See stechen! Es ist aber auch ein sehr gutes Beispiel dafür, wie man ein Spiel so anhand einer literarischen Vorlage konzipieren kann, dass nicht nur ein oberflächlicher Rahmen entsteht, sondern ein Szenario in eleganter Ästhetik, in das man sich gerne vertieft. Unter einem Hauch von Rollenspiel verbirgt sich eine ausgeklügelte Spielmechanik mit tollen Wechselwirkungen, spannenden Ereignissen und zig Modifikationen. Es gilt so lange wie möglich mit der Nautilus zu überleben, während man sich den Gefahren der Weltmeere und der Kriegsmarine stellt. Man kann sein U-Boot verbessern, geheime Routen finden, Schätze bergen, Schiffe versenken, ideologische Schwerpunkte setzen und damit eines von 20 möglichen Enden erreichen. Die deutsche Version ist bei Frosted Games erschienen und kostet etwa 75 Euro. Ja, das ist ein stolzer Preis, aber dieses Spiel hat bei mir einen Ehrenplatz. Ich empfehle schon beim Aufbau das Hörbuch 20.000 Meilen unter dem Meer, gelesen von David Nathan. Dazu ein guter Whisky, die Pfeife entzünden – dann öffnet sich für ein paar Stunden ein Vorhang in eine andere Zeit.

Ich wurde jedenfalls so neugierig auf diesen Kapitän, auf Jules Verne sowie die Anfänge der Science-Fiction, dass ich neben der Rezension auch eine Vertiefung zum Autoren angeboten habe.

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