RPG | Vorschau
Vorschau: Kommende Rollenspiele (PC, PS5, XBS, SW2)
Herzlich willkommen bei dieser fortlaufenden Vorschau zu kommenden Rollenspielen, die ich in unregelmäßigen Abständen aktualisieren werde, sobald es mehr Informationen gibt. Mal sehen, ob das so funktioniert, wie ich mir das vorstelle und ob diese Übersicht zu einem Thema langfristig interessant ist. Diese “endlose” Vorschau ist quasi als Status sowie Ausblick etwas zeitloser angelegt, aber das passt ja vielleicht ganz gut zu diesem Genre.
Damit es eine kleine Gewichtung gibt, hebe ich manche Titel hervor und binde in der ausführlicheren Textversion nur Videos ein, wenn ein Spiel interessant für mich ist; in der kürzeren Hörversion lasse ich vieles weg. Es kann natürlich sein, dass bei konkreten Spielszenen noch so einiges in meinen Fokus rückt, das ich jetzt nur erwähne. Natürlich wird einiges fehlen und falls ihr einen Titel besonders vermisst, meldet euch gerne.
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Der unvollendete König
Für mich bleibt das Rollenspiel jedenfalls der unvollendete König der fiktionalen Spielarten. Es ist schwieriger zu meistern und vielfältiger als nahezu alle anderen, zumal es mehrere Genre streift und gar nicht so einfach zu definieren ist. Im Idealfall ist es so designt, dass sowohl eine Welt simuliert als auch eine Geschichte erzählt und ein Charakter oder eine Gruppe über Dialoge, Konflikte und Fähigkeiten entwickelt werden. Für sie führen mehrere Wege zum Ziel, Handlungen haben Konsequenzen und beeinflussen oft das Finale.
Wenn sich Entwickler für diese Art von Spieldesign entscheiden, müssen sie nicht nur mit komplexen Herausforderungen und hohen Erwartungen, sondern all den langen Schatten einer Vergangenheit rechnen, die bis in die digitale Frühzeit von Wizardy, Ultima und Final Fantasy zurückreicht. Und je nachdem in welcher Generation man seine ersten Rollenspiele erlebt hat, verschieben sich die prägenden Achsen der Faszination. Denn aus einer Wurzel mit anfangs zwei, drei spielmechanischen Unterschieden wuchs über vier Jahrzehnte ein imposanter Baum mit dutzenden Ästen und zig Zweigen.
Ein Blick in die dicht verwobene Krone zeigt viele historisch gewachsene, teils erstaunlich stabile Linien, aber auch irreführende Abkürzungen. Da gibt es u.a. das ursprüngliche C(omputer)RPG, obwohl längst C(lassic)RPG passender wäre. Hinzu kommt das stilbildende J(apan)RPG, obwohl es längst aus der ganzen Welt kommt. Das aktuell dominierende (Action)RPG, das (Taktik)RPG, das (Strategie)RPG, das D(ungeon-Crawler)RPG oder das MMO(erspar ich uns)RPG mit World of Warcraft & Co. Auch die Soulslikes gehören als einer der jüngsten Zweige des Action-Rollenspiels dazu.
Aber selbst wenn das ARPG die Entwicklungen und Charts der letzten zehn bis fünfzehn Jahre prägt, kommen vom narrativen RPG über das Survival-, Tabletop- oder Extraction-RPG weitere hinzu. Sie spezialisieren sich oft auf einen Aspekt und können in ihren kleinen Abenteuern manchmal an den ursprünglichen Sense of Wonder dieses Genres heran kommen. Ob man da also das NRPG, TRPG, SRPG und ERPG hinzufügen muss? Ups: T und S sind ja schon für Taktik und Strategie vergeben! Daran sieht man schon: Die Vielfalt ist enorm, vieles überschneidet sich und die Abkürzungen sind ohnehin relativ.
Offene Potenziale
Allerdings zeigen all diese Knospen, dass das Potenzial der Rollenspiele noch lange nicht ausgeschöpft ist – der Baum scheint ewig zu wachsen. Das liegt auch daran, dass vieles Neue eher konservativ an die Vergangenheit anknüpft und echte Fortschritte im wichtigen Figurenverhalten sowie der Lebendigkeit einer Welt oftmals fehlen. Das erkennt man auch daran, dass Kingdom Come: Deliverance 2 über zwanzig (!) Jahre nach Gothic endlich wieder spürbare situative Reaktionen im Kleinen des Alltags darstellt, wenn sich etwa zwei Leute auf einer Treppe anrempeln und daraufhin anmaulen.
Ein Grund dafür, dass sich Rollenspiele recht langsam entwickeln ist, dass diese Innovationen en detail für den Erfolg oder die Anziehungskraft eines Abenteuers nicht unbedingt notwendig sind. Manchmal kann eine Hommage oder eine Modernisierung im Geiste der Tradition so unterhaltsam sein wie in SKALD: Against the Black Priory. Ein weiterer Grund ist, dass der spürbare Fortschritt von Spieldesign natürlich aufwändiger ist als das Austauschen von Storymotiven, Kampfsystemen oder Kulissen. Er setzt viele kreative Gedanken, jede Menge knifflige Programmierarbeit und mutige Entscheidungen voraus.
Nur aus diesem Anspruch konnte bisher etwas wirklich Neues entstehen, wie etwa die Immersive Sims à la System Shock und Deus Ex um die Jahrtausendwende, die ja zunächst als Rollenspiele konzipiert und bezeichnet wurden, obwohl sie auf den ersten Blick wie Shooter aussahen. Dass selbst Looking Glass mit dieser innovativen spielmechanischen Symbiose an seine Grenzen kam und der Aufwand nicht immer belohnt wird, verdeutlicht die Schwierigkeit.
Und je größer und reaktiver die dargestellte Welt, desto höher ist die Kompromiss- und Fehlerquote auf technischer sowie logischer Ebene, was wiederum innerhalb eines Studios für reichlich Spannungen sorgen kann. Nicht selten kollidiert die Vision von Freiheit und Abenteuer mit dem zeitlich und finanziell Machbaren, so dass sich Ziele und Termine immer weiter verschieben. Umso höher muss man die spielhistorische Wirkung eines Nischenspiels Demon’s Souls und die Etablierung der Soulslikes als neues Subgenre einstufen.
Da braucht man kreative Unabhängigkeit und einen stabilen Publisher im Rücken, der die Qualität erstens erkennt und sie zweitens vor den Quartalsgewinn setzt. Denn zur Geschichte der Rollenspiele gehört auch eine Phalanx aus Kitsch und Kopien, Murks und Missmanagement sowie verbuggten und viel zu früh veröffentlichten Spielen. Auch die Pioniere von Piranha Bytes scheiterten letztlich mit der Gothic-Reihe, obwohl sie hinsichtlich der Atmosphäre und des Figurenverhaltens selbst im internationalen Vergleich Zeichen setzen konnten.
Anders lief es bei BioWare, die zunächst als Könige des Genres mit Baldur’s Gate, Dragon Age und Mass Effect viele Entwickler bis hin zu CD Projekt RED inspirierten, aber dann langsam stürzten. Manchmal folgt auf Verkaufshits und Rollenspielruhm auch deshalb die Ernüchterung, weil ein Studio verkauft und umgekrempelt wird, irgendwann nicht mehr an die Qualität früherer Jahre anknüpfen kann und als Schatten seiner selbst im Mittelmaß versinkt.
Und nicht wenige Projekte erleben nach ihrer Ankündigung gar nicht erst den Start, wie Darkborn, Pirates of the Caribbean: Armada of the Damned, EverQuest Next oder System Shock 3. So einige kämpfen regelrecht um ihre Geburt und müssen wie Wyrdsong, von ehemaligen Bethesda-Leuten, aufgrund von Geldmangel stark im Umfang beschnitten werden. Andere erscheinen, aber werden aufgrund von Studiowechsel & Co vielleicht so umgekrempelt wie kürzlich Vampire: The Masquerade – Bloodlines 2, so dass man sie gar nicht mehr als Nachfolger eines Kultspiels erkennt.
Erfolgreiche Teams & Newcomer
Gerade deshalb habe ich mich letztes Jahr richtig gefreut, dass Obsidian Entertainment mit dem sehr guten The Outer Worlds 2 genau die Art von Rollenspiel abliefern konnte, für die Looking Glass mit der Immersive Sim den Weg ebnete und die 2017 in Prey ihren Höhepunkt erlebte. Und wie verkauft sich diese tolle Symbiose? Schwach. Drei Monate nach Start bis Mitte Januar 2026 angeblich unter einer Million, weniger als der erste Teil, wobei der Xbox Game Pass die Spielerzahlen verschleiert. Microsoft wird wohl keine Freigabe für Teil 3 erteilen und hoffentlich kürzen sie nicht noch mehr.
Immerhin demonstrieren auch andere etablierte Entwickler wie Square Enix, Bethesda, Larian, FromSoftware oder CD Projekt RED schon seit vielen Jahren, wie man sich erfolgreich entwickeln kann. Außerdem gibt es Studios mit thematischer Fokussierung wie etwa Owlcat Games, die Warhorse Studios oder Newcomer wie Questline aus Polen, die mit Tainted Grail eine Alternative zu The Elder Scrolls in offener Welt anbieten. Nicht zu vergessen Sandfall Interactive, die mit Clair Obscur: Expedition 33 nicht nur eine Art französisches Final Fantasy erschufen, sondern das Vorbild sogar übertrafen, das mich in seinem 16. Teil eher langweilte.
Aber trotz aufwändig produzierter Rollenspiel-Epen wie Cyberpunk 2077, Baldur’s Gate 3, Kingdom Come: Deliverance 2 oder Elden Ring, mit dem FromSoftware laut Miyazaki ebenfalls an seine Grenzen kam, hat dieses Genre seinen Zenit lange nicht erreicht. Und manchmal demonstrieren kleinere Spiele oder Independent-Projekte wie The Banner Saga, Darkest Dungeon, Forgotten City, Disco Elysium, Wartales, Citizen Sleeper, Colony Ship, Roadwarden, Cryptmaster, Drova, W40k: Rogue Trader oder SKALD: Against the Black Priory, dass hohe Sogwirkung sowie neue Traditionen oder gar Reihen auch im kleineren Maßstab entstehen können.
Eines steht fest: Für Freunde der Rollenspiele bleibt es in den kommenden Jahren sehr spannend. Ich würde sogar sagen, dass wir gerade das Ende eines recht überschaubaren Zyklus erleben, der ab 2027 aufgrund vieler interessanter und hochwertiger Produktionen, die direkt miteinander konkurrieren, in eine Zeit mit wesentlich mehr qualitativem Wettbewerb und inhaltlicher Kontroverse überleitet. Und vielleicht kann diese “unendliche” Vorschau ja dabei helfen, den Überblick zu behalten.
Also, los geht’s!
ROLLENSPIELE BIS ENDE 2026 MIT TERMIN
Ich beginne mit den Spielen, die ab März bereits mit einem festen oder zumindest groben Termin (Jahreszeit oder Quartalsangabe) für das Jahr 2026 angekündigt sind, in möglichst chronologischer Reihenfolge; Videos binde ich nur ein, wenn ich etwas unbedingt spielen will.
03. März
Esoteric Ebb (PC)
Ein Kleriker wacht in einer Leichenhalle auf, ein Zombie stapelt Äpfel und kaum schaut man sich um, streiten Stärke, Intelligenz und Weisheit miteinander, was man jetzt bloß tun soll. Den Untoten angreifen? Seinen Besitzer wegen der Billigarbeitskraft rügen? Oder erstmal in einen Apfel beißen? Schon im Einstieg erinnert Esoteric Ebb mit der skurrilen Ausgangslage an satirische Fantasy à la Terry Pratchett, den Klassiker Planescape Torment (1999) und aufgrund des Dialogsystems vor allem an Disco Elysium (2019). Warum das narrative Rollenspiel von Christoffer Bodegård und seinem schwedischen Team an die Qualität der Vorbilder anknüpfen kann, erläutere ich in der Rezension.
12. März
GreedFall II: The Dying World (PC, PS5, XBS)
Die Eindrücke sind bisher durchwachsen. Das Abenteuer beginnt ja als Prequel drei Jahre vor den Ereignissen des Vorgängers, spielt in neuen Regionen und bietet Gefährten für Gruppentaktik sowie Beziehungen. Außerdem erinnern die taktischen Kämpfe jetzt deutlicher an Baldur’s Gate 3. Mich hat die barocke Fantasywelt von GreedFall (2019) solide bis gut unterhalten. Ich schrieb damals:
“Zwar kann das pausierbare Kampfsystem mit seinen taktischen Optionen ebenso überzeugen wie die Auftritte der spektakulären Bosskreaturen, hinzu kommt eine Vielfalt an Fähigkeiten sowie Quests mit Entscheidungen. Aber dafür enttäuschen die Stealth-Action-Passagen, es gibt einiges stupides Holen und Bringen sowie zu früh künstliche Levelgrenzen. Oftmals baut GreedFall auf den ersten Blick viel Majestätisches und Spannendes auf, das jedoch auf den zweiten Blick mehr Schein als Sein, mehr Komfort und Leere statt Konsequenz und Lebendigkeit offenbart. Dabei war die Rollenspielwelt in Zeiten von Arcanum, Gothic & Co schon viel weiter, was die Substanz betrifft! Auch wenn sich das Pariser Studio offensichtlich spielmechanisch an mancher Stelle übernommen hat, servieren sie ein unterhaltsames Abenteuer, das zu den besseren aus dem Hause Focus gehört. In gewisser Weise ist GreedFall der französische Spiegel zu Elex, in dem sich Stärken und Schwächen anders verteilen.”
Solasta II (PC, PS5, XBS)
Der Early-Access startet am 12. März 2026, aber dieses isometrische Taktik-Rollenspiel rund um eine Gruppe von vier Gefährten wird erst 2027 veröffentlicht. Mehr dazu also (viel weiter) unten bei 2027.
13. März
Monster Hunter Stories 3: Twisted Reflection (PC, PS5, XBS, SW2)
Capcoms rundenbasierter Rollenspiel-Ableger startete 2016 auf Nintendos 3DS und wurde 2021 auf PC und allen Konsolen fortgesetzt. Man schlüpft nicht in die Rolle eines Jägers wie im bekannteren Vorbild, sondern die eines Reiters, freundet sich mit einigen Monstern an, stiehlt anderen die Eier, kämpft taktisch über Schere-Stein-Papier à la Pokémon und erfährt mehr über die Perspektive sowie Welt der Monster. Das Spielprinzip orientiert sich samt Storyfokus am klassischen JRPG und hat viele Fans gefunden. Und nachdem Monster Hunter Wilds im letzten Jahr als Action-Rollenspiel nicht wirklich begeistern konnte, ist die Vorfreude gestiegen.
17.März
Dread Delusion (PS4/5, XBS, SW2)
Dieses bizarre, aber stimmungsvolle Rollenspiel in offener 3D-Welt, das sich immerhin an King’s Field und The Elder Scrolls III: Morrowind orientiert. kam auf dem PC bereits 2024 sehr gut an. Die Dark Fantasy von Lovely Hellplace orientiert sich an Klassikern von Anfang der 2000er, was man den groben PSone-Kulissen sofort ansieht. Man ist in Egosicht unterwegs, muss auf verschiedene Fraktionen achten, kann den meisten Gefechten ausweichen, es gibt Alchemie und Schmiede-Handwerk. Quests und Story sind hier wesentlich relevanter als der recht simple Kampf. Die Vorbilder klingen natürlich gut, aber die bunt-surreale und recht grobe Retro-Ästhetik hat mich bisher immer abgeschreckt.
31.März
Legends of the Round Table (PC)
Falls euch die mittelalterlich inspirierte Ästhetik aus Inkulinati oder Pentiment gefallen hat, könnte auch dieses Strategie-Rollenspiel rund um das Management der Tafelrunde von König Artus samt Lancelot, Gawain & Co neugierig machen. Es geht um Ehre, Quests und Romantik, Drachen, Ritter und Magie, wobei sich Kulisse und Farben an illustrierten Handschriften und Manuskripten des 13. Jahrhunderts orientieren. Auch die Musikuntermalung versucht sich an authentischen Klängen der Zeit. Die Kämpfe zu Pferd (und natürlich auch mit Lanze) oder in Duellen mit dem Schwert laufen rundenbasiert ab, ansonsten werden die exklusiven Fähigkeiten der Ritter über Karten abgebildet, die man auf seinen Abenteuern ausspielen kann. Das Spiel kommt vom Artifice Studio aus Quebec in Kanada, die zuvor u.a. die kostenlose Mischung aus Strategie und Tower-Defense namens Sang-Froid: Tales of the Werewolves und die Weltraum-Action Conflicks – Revolutionary Space Battles gemacht haben, die 2013 und 2015 gutes bis sehr gutes Feedback erhielen. Ich werde es mal beobachten.
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07. April
Starfield (PS5)
Bisher habe ich jedes Rollenspiel von Bethesda gespielt, nur dieses flog an mir vorbei. Die im September 2023 für PC und Xbox veröffentlichte Science-Fiction in offener Welt wurde aufgrund technischer, erzählerischer und spielerischer Schwächen allerdings nicht so euphorisch empfangen wie man das von etablierten Welten wie Fallout oder The Elder Scrolls kannte. Es wird nach zahlreichen Updates auch auf der PS5 mit mehr Freiheit bei den Weltraumflügen sowie weiteren Schiffs-Management-Optionen veröffentlicht. Neben Ubisoft und Capcom wird auch Bethesda Nvidias umstrittene Bildoptimierungs-Technik DLSS 5 für zukünftige Spiele sowie Starfield einsetzen. Auf der PS5 Pro wird man zwischen einem Grafik- und Performance-Modus wählen können. Außerdem gibt es Hinweise auf eine Version für Nintendos Switch 2. Ich bin mal gespannt, wie es auf mich wirkt. Allerdings warte ich ein paar weitere Patches ab, denn es gab so einige technische Probleme und Abstürze.
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07. Mai
Celestial Return (PC)
Ihr habt Lust auf Spiele à la Citizen Sleeper, Disco Elysium oder Esoteric Ebb? In Celsetial Return trifft ein abgehalfterter Detektiv mit sprechender Rose auf morbides Cyberpunk-Lovecraft-Flair. Das Abenteuer spielt in der Stadt Netherveil und alles dreht sich um eine Mordserie. Im rundenbasierten Rollenspiel von Metaphor Games sind Würfel die zentrale Währung, denn man setzt und riskiert etwas mit jeder Entscheidung, ähnlich wie in Pen&Paper-Rollenspielen. Die Entwickler kommen übrigens aus der Brettspiel-Entwicklung, haben dieses Spiel erfolgreich schwarmfinanziert und ahmen offensichtlich die vertikale Gesprächsführung ihrer Vorbilder nach, so dass man mit seiner Intelligenz, Virtue oder Foolishness über Situationen palavert.
13. Mai
Dark Dominion (PC)
Ein recht gewöhnlich wirkendes Soulslike über einen Soldaten des Ersten Weltkriegs, der in einer alptraumhaften Zwischenwelt gefangen ist, die von Diablo und Demon’s Souls inspiriert ist.
21. Mai
Tales of Arise: Beyond the Dawn Edition (SW2)
Das von der Kritik gefeierte Action-Rollenspiel erschien schon 2021, ist für alle anderen Systeme erhältlich, aber nicht mein Gemüse.
25. Mai
World of Magic: Rise of Magic (PC)
Das klingt wie Fantasy-Strategie der 90er. Ist aber ein Action-Rollenspiel in offener Fantasywelt von Ice Dragons aus Norwegen, in dem man einen Magier spielt, der wohl mal Gandalf werden soll. Denn von ihm hängt das Schicksal einer bedrohten Welt ab. Trotz der Premiere versprechen die Entwickler fast schon verdächtig viel: darunter lebendige Dörfer und Städte, das Magiesystem soll nicht weniger als “revolutionär” sein und die “intelligente” KI für einige Nichtspieler-Charakter so fortschrittlich, dass sie auf Entscheidungen des Spielers reagieren. Ob es sich dabei um mehr handelt als den Einsatz anderer Waffen und Taktiken im Kampf oder angepasster Dialoge bleibt abzuwarten. Last but not least soll man nicht nur Goblins und Orks brutzeln, sondern Burgen belagern können und mit seinen Entscheidungen starken Einfluss auf die Welt haben. Allerdings wirkt das bisher Gezeigte nicht nur steril künstlich, sondern auf einigen Bildern KI-generiert; außerdem hat das Team bisher keine aussagekräftigen Spielszenen gezeigt, so dass ich hier sehr, sehr skeptisch bin.
26. Mai
Stonemachia (PC)
Ich erwähne dieses Soulslike nur, weil man sich da tatsächlich in Schachfiguren verwandeln kann. Vom Spielprinzip her ist es ohne Charakter-Entwicklung eher Action-Adventure als Rollenspiel.
The Relic: First Guardian (PC, PS5, XBS)
Schon wieder ein Soulslike? Und wieder düster? Ja, aber dieses Action-Rollenspiel von Project Cloud Games aus Südkorea konnte mit seiner von asiatischer Folklore inspirierten Dark Fantasy einiges an Lob einheimsen. Man ist in Schultersicht als Hüter in halb offener Welt unterwegs, verbraucht Ausdauer in den wuchtigen Kämpfen nur in der Defensive, sammelt dort Erinnerungen, kann Relikte ausrüsten und damit zig Fähigkeiten entwickeln. Das Besondere: Jede Waffe ist so einzigartig wie ein Artefakt mit Geschichte, so dass man mehr als nur seine Statistiken verbessert. Ob es sich dabei lediglich um Stimmungstexte für ein Schwert oder Schild handelt, oder diese tatsächlich mit der Story oder gar Rätseln verknüpft werden, ist nicht ganz klar. Auf jeden Fall gehört das zu den interessanteren Soulslikes.
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Sommer 2026
Another Eden Begins (PC, SW/2)
JRPG vom Chrono-Trigger-Schöpfer Masato Kato mit rundenbasierten Kämpfen, Zeitreisen und zehn möglichen Enden, was an Octopath Traveller erinnert. Das lockt mich mit seiner bonbonbunten Kulisse allerdings nicht an, obwohl der Samurai-Frosch Cyrus zumindest in seiner Charakterkarte cool aussieht.
03. Juni
Final Fantasy VII Rebirth (XBS, SW2)
Das Rollenspiel-Remake erschien ja schon im Februar 2024 für PS5, aber die zeitlich begrenzte Exklusivität ist abgelaufen und Square Enix veröffentlicht es für weitere Systeme.
05. Juni
Gothic Remake (PC, XBS, PS5)
Gothic aus dem Jahr 2001 wird seit 2019 vom spanischen Studio Alkimia Interactive modernisiert. Seitdem werden die Technik und das Spieldesign immer wieder angepasst, mal mehr, mal weniger nah an der Vorlage von Piranha Bytes – die erste Demo hat mich damals jedenfalls nicht überzeugt. Um das Ganze ansehnlicher zu gestalten, vor allem in den Kampf-Animationen, setzt man auf generative KI, die sich aus Motion-Capturing-Aufnahmen bedient; auch bei den Gesichtern kommt KI zum Einsatz, damit es keine Dopplungen gibt. Außerdem will man Lücken in der Story schließen, mehr über die Orks erzählen und vergrößert die Welt um Bereiche sowie Quests, die Piranha damals nicht integrieren konnte. So soll das Rollenspiel knapp zehn Stunden mehr Inhalt bieten. Die Musik kommt erneut von Kai Rosenkranz, der den Soundtrack anpasst und manche Stücke neu komponiert. Obwohl man mit Unreal Engine 4 startete, wird das Remake auf der fünften Version basieren. Der erste Teil ist ein Meilenstein in der Rollenspielgeschichte, den ich damals ebenso ausgezeichnet habe wie den zweiten, bevor es mit dem vollkommen verbuggten dritten Teil steil bergab ging. Diese Neuauflage hinterlässt nicht nur aufgrund der KI bisher eher ein Stirnrunzeln. Aber aufgrund meiner guten Erinnerungen an das alte Gothic lass ich mich gerne positiv überraschen.
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30. Juni
Nocturne (PC)
Dieses sehr ansehnlich gezeichnete 2D-Rollenspiel hat im Vorfeld einige Preise gewonnen. Und die Story macht durchaus neugierig: Die Menschheit ist seit Jahrtausenden ausgelöscht, man erwacht in einem digitalen Jenseits. Dort trifft man auf andere Charaktere, findet Freunde und spricht mit ihnen über das Leben. Aber es ist spielmechanisch leider nichts für mich, denn die Pracy Studios mischen das Flair eines klassischen JRPG mit Rhythmus-Einlagen à la Guitar Hero für den Kampf. Und das sieht für mich aus wie ein überflüssiger Stilbruch.
18. Juni
The Adventures of Elliot: The Millennium Tales (PC, PS5, XBS, SW2)
Ebenfalls von Square Enix kommt dieses JRPG, das vom Team Asano (u.a. Bravely Default, Live A Life, Triangle Strategy, Octopath Traveller) entwickelt wird. Das merkt man den typischen HD-2D-Kulissen sowie dem Diorama-Stil sofort an, obwohl es im Gegensatz zu den bisherigen Spielen keine Runden-, sondern Echtzeitkämpfe und keine Gruppentaktik, sondern nur einen Helden samt Fee mit Aktionen anbieten wird, so dass man auch kooperativ losziehen kann. Man kann mit dem Schild parieren, es wird Dungeons mit Rätseln und Bossen geben, auch Zeitreisen sind dabei. Das Spiel wurde im Vorfeld mit The Legend of Zelda und Chrono Trigger verglichen; es gibt eine Demo für Switch.
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09. Juli
Granblue Fantasy: Relink – Endless Ragnarok (SW2)
Cygames wird das für PC sowie PS4/5 bereits erhältliche und weitgehend gut bis sehr gut bewertete Action-Rollenspiel mit Zusatzinhalten sowie Crossplay und lokalem Multiplayer für Nintendos Konsole anbieten. Hier geht es in erster Linie um komboreiche Echtzeit-Gefechte gegen Monster, die von den individuellen Fähigkeiten der freigeschalteten Gefährten leben. Nicht zu vergessen die Regie, denn die stammt von Yasuyuki Kaji, der für Platinum Games u.a. an Bayonetta 2 und NieR: Automata beteiligt war. Nicht mein Fall, aber für Freunde des actionreichen JRPG einen Blick wert.
10.Juli
Echoes of Aincrad (PC, PS5, XBS)
Ein Action-Rollenspiel von Bandai Namco für Solisten in der Anime-Welt von Sword Art Online. Man darf selbst einen Helden erstellen.
04.August
Beast of Reincarnation (PC, PS5, XBS)
Die Pokémon-Macher von Game Freak wagen sich tatsächlich an ihren ersten Ausflug in die Welt der Action-Rollenspiele. Oder ist das mehr Action-Adventure? Mal abwarten. Das wirkt zunächst wie eine Mischung aus Ghost of Yotei und Okami: Man ist als Katana-Heldin Emma mit einem weißen Wolf unterwegs in einer Science-Fantasy-Variante Japans des Jahres 4026, kämpft dort dynamisch akrobatisch in Echtzeit gegen Bestien und Golems aller Art, wobei man für spezielle Befehle die Zeit verlangsamen kann. Allerdings ist das keine offene Welt und der Wolf ein streunender Hund namens Koo, zu dem man im Laufe der Reise eine Beziehung über das Füttern und Streicheln aufbauen kann, so dass er mehr Aktionen zur Verfügung hat.
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August 2026
Sovereign Tower (PC)
Nach Tainted Grail: The Fall of Avalon und Legends of the Round Table geht es auch in diesem Spiel um die Legende von König Artus. Die französischen Entwickler beschreiben es als “Round Table management RPG”, wobei man nicht aktiv erkundet, sondern seine Entscheidungen aus einem magischen Turm heraus trifft. Dort rekrutiert man Ritter, die man auf Quests schickt, während man es mit ihren teils schwierigen Charakteren zu tun hat.
Sollte es mal Zoff mit einem Sir geben, kann man die Zeit dank eines Dämons zurück spulen. Es soll um Entscheidungen und Konsequenzen gehen, bei denen Machtpolitik, Moral und Romanzen relevant sind. Außerdem kann man seinen Turm um Schmiede, Labor & Co ausbauen. Im August 2026 will Wild Wits Games das Spiel veröffentlichen. Sie haben bisher u.a. das Taktik-Roguelite Clawbound und das narrative Kartenspiel Crown Gambit gemacht.
03. September
The Blood of Dawnwalker (PC, PS5, XBS)
Bei den Rebel Wolves aus Polen, einem “aus Liebe zum Rollenspiel geborenen Studio”, erinnern nicht nur die Heimat und die Positionierung über Leidenschaft, Erzähltiefe & Co sowie die Nutzung der Unreal Engine 5 an CD Projekt RED. Wenn man sich die mittelalterlich-europäische Fantasy anschaut, die in eine offene Welt des 14. Jahrhunderts mit Pest und Vampiren entführen soll, würde man sich nicht wundern, wenn auch Geralt und Ciri da irgendwo auf der Jagd sind. Ich bin mal gespannt, ob das Abenteuer auch spielmechanisch überzeugen kann.
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09. September
Phantom Blade Zero (PC, PS5)
Der Assassin heißt wirklich Soul? Okay, kann man machen. Das ist jedenfalls ein sehr ansehnliches Action-Rollenspiel aus Schultersicht auf Basis der Unreal Engine 5 vom S-Game Studio aus Peking, das in einer alternativen Variante der chinesischen Ming-Dynastie spielt. Es wird auch ohne Wu im Namen der Tradition des Wuxia zugerechnet, will “Kungfupunk” in halb offener Welt mit akrobatischen Kämpfen zelebrieren, die sich an den Choreographien der Hongkong-Martial-Arts-Filme orientieren. Als es auf den Game Awards 2024 angekündigt wurde, fielen einige Kinnladen und es gehört seitdem auch im Westen zu den meist erwarteten Spielen aus China. Ich bin nicht so euphorisch, aber würde da mal reinkämpfen.
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Herbst 2026
Trails in the Sky 2nd Chapter (PC, PS5, XBS, SW)
Wenn ich an Luftschiffe und JRPG mit rundenbasierten Kämpfen denke, kommt mir natürlich sofort Skies of Arcadia in den Sinn, das ich im Jahr 2000 auf Dreamcast sehr gerne gespielt habe. Das sechs Jahre später in Japan erschiene The Legend of Heroes: Trails in the Sky flog an mir vorbei. Aber damit begründete Nihon Falcom eine Trilogie in einer 3D-Fantasywelt, die bis heute sehr beliebt ist und damals gute bis sehr gute Wertungen erhielt. Schon 2025 wurde mit Trails in the Sky 1st Chapter ein erstes Remake für PC, PS5 und SW/2 veröffentlicht, das von diesem fortgeführt wird.
Mystic Land: The Search for Maphaldo (PC)
Nostalgie pur und das erste DRPG auf der Liste – yeah! Dieser Dungeon-Crawler orientiert sich an Klassikern wie Eye of the Beholder, Might & Magic und Wizardry. Die Ähnlichkeiten sind auf den ersten Blick erkennbar, denn man bewegt eine Party aus bis zu sechs Helden in der typischen Egosicht durch eine Fantasywelt.
In dieser vermisst man den Namen gebenden Gelehrten Maphaldo, mit dessen Verschwinden eine Horde an untoten Monstern aus ihren Gräbern schlurft. Also macht sich eine Gruppe aus diversen Völkern (nicht nur Elfen, auch Katzenwesen!) und Klassen (nicht nur Paladine, auch Ninja & Samurai!) auf den Weg durch Wälder und Dungeons, die schrittweise erkundet und in rundenbasierten Gefechten befreit werden. Acht Werte wie Stärke, Charisma, Intelligenz & Co können entwickelt, weitere Fähigkeiten in den Bereichen Kampf, Akrobatik, Wissen und Altertum freigeschaltet werden.
Das Charmante ist nicht nur die Retro-Kulisse, bei der jeder Ort handgezeichnet wird, sondern auch sein Alter im Geiste: Das Duo von MegaVision Software werkelte schon vor über fast 30 Jahren an diesem Hobbyprojekt, das anno 1994 sogar kurz vor einem Publishervertrag mit Sir-Tech stand, den Machern von Wizardry. Aus den Wizkids sind Erwachsene geworden, aber die Leidenschaft für Computer-Rollenspiele ist geblieben. Also hat man die Fantasy-Idee Anfang 2023 entstaubt, das Team auf fünf Leute aufgestockt und will Maphaldo im Herbst 2026 veröffentlichen.
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Q3/Q4 2026
Fable 4 (PC, PS5, XBS)
Das Action-Rollenspiel der Xbox Game Studios wird für PC, XBS und (wer hätte das bei der Ankündigung gedacht?) tatsächlich PS5 entwickelt. Im Herbst dieses Jahres wollen Playground Games und Eidos Montreal die Tore in die mittelalterliche Fantasywelt öffnen, die mal von Peter Molyneux und den Lionhead Studios entworfen wurde und 2004 auf der Xbox ihre Premiere feierte. Zwar heißt das Königreich noch Albion und man beginnt wie gehabt als Kind, aber das soll ein kompletter Neuanfang mit eigener Story in offener Welt werden, die man von Anfang an frei erkunden kann. Im Fokus steht weiterhin die Moral des Spielers sowie seine Beziehung zu und die Reaktionen von anderen Charakteren, von denen es über 1000 mit eigenen Abläufen und Biographien geben soll. Außerdem will man hinsichtlich der Dialoge und Zwischensequenzen an die eher humoristische Atmosphäre der früheren Teile anknüpfen. Ich bin mal gespannt, wie es sich spielt. Nachdem mich das erste Fable (2004) kalt ließ, fand ich das zweite Fable (2008) richtig gut, ebenso fröhlich wie düster, ebenso episch wie witzig – Tolkien, Dickens und Burton gaben sich quasi die Hand. Allerdings war das Dialogsystem ein Graus, mir fehlte aufgrund all der Grenzen das Gefühl für eine harmonische Spielwelt und es tanzte immer an der Grenze des Albernen. Und das dritte Fable (2010) hinterließ trotz hoher Erwartungen nur noch einen soliden bis guten Eindruck, zumal die Technik damals stotterte.
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Outward 2 (PC, PS4/5, XBS, SW)
Action-Rollenspiel in offener Welt mit Fokus auf Survival-Flair, Rucksack-Charme und hohem Anspruch, das den Spieler ohne Hilfen in die Wildnis entlassen will. Dort sollen Abläufe und Gefahren simuliert werden, so dass man vieles selbst entdecken, auch mal fliehen und sich gut vorbereiten muss. Die Charakter-Entwicklung ist komplett frei, bietet Crafting und Magie, für die man jedoch passende Zutaten braucht. Innerhalb der Fantasywelt trifft man auf verschiedene Fraktionen, denen man sich anschließen kann, von Söldnern bis hin zu Historikern. Es wird erneut einen lokalen sowie Online-Koop für zwei Spieler geben. Der Vorgänger von Nine Dots hatte durchaus gutes Potenzial, aber war mir auf Dauer technisch sowie spielmechanisch etwas zu spröde, und die Welt wirkte mitunter etwas leer, so dass er nur eine solide Wertung erhielt. So weit ich die Trailer beurteilen kann, hat man daran und an einigen anderen Defiziten gearbeitet. Von daher bin ich durchaus neugierig.
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ROLLENSPIELE 2026 OHNE KONKRETEN TERMIN
Wer soll all das spielen? Denn das war noch längst nicht alles. Jetzt kommen die Spiele, die ohne Termin bis Ende 2026 angekündigt sind, diesmal in alphabetischer Reihenfolge. Videos binde ich ebenfalls nur ein, wenn ich etwas spielen will. Ach so: Sobald etwas aus dieser Liste mit Datum angekündigt wird, wandert es nach oben.
AfterQuest (PC)
Dieses Taktik-Rollenspiel mit Roguelite-System von Ember Arcade aus Kanada ist eine Pixelvariante von Darkest Dungeon. Es geht um Rundengefechte einer Gruppe von Helden, die sich links aufstellen. Die Fantasywelt ist humoristisch geprägt: Die Story dreht sich um Helden, die nach der Erledigung des Oberbösewichts von den Bewohnern auf all die offenen Nebenquests aufmerksam gemacht werden.
Ardenfall (PC)
Nach Tainted Grail ein weiteres Rollenspiel, das sich an The Elder Scrolls: Morrowind und Skyrim von Bethesda orientiert. Es geht um Dialoge, Quests und Kampf in offener Fantasywelt auf der gleichnamigen Insel. Die Spellcast Studios aus Washington versprechen “immersives Rollenspiel” mit diversen Kulturen, rivalisierende Mächten und Städten. Das Independent-Projekt startete 2017 in der Freizeit dreier Studenten, die mittlerweile ein kleines Team um sich scharen konnten. Ich drücke die Daumen, das ist ein charmantes Projekt, auch wenn ich mit dem Comic-Grafikstil noch nicht warm werde und angesichts der Lebendigkeit der Welt abseits der Kämpfe so meine Zweifel habe.
Asterfel (PC)
So viele direkte Gothic-likes gibt es ja nicht, denn das wunderbare Drova (zur Rezension) hat sich eher indirekt am Klassiker orientiert. Aber dieses Action-Rollenspiel vom Kölner Mysteria Studio lehnt sich hinsichtlich der Ausgangslage, Perspektive sowie Spielmechanik deutlicher an das Abenteuer des Namenlosen an. Man landet als Schiffbrüchiger in Schultersicht auf einer Insel, muss sich und seine Fähigkeiten langsam entwickeln. Es gibt keine Klassen, man kann Nah- und Fernkampf sowie arkane Runenzauber frei kombinieren. Man hat es mit drei Fraktionen zu tun: Königstreue, Rebellen und Magier. Es geht um Minen und Ausbeutung, mutierte Bestien und Handwerk in einer offenen Fantasywelt, die sich mit Fachwerk, Burgtürmen & Co am europäischen Mittelalter orientiert. Da hat das kleine Team mit seiner Premiere viel vor, aber man spürt das Engagement und ich drücke die Daumen.
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Brigandine Abyss (PC, PS5, XBS, SW2)
Das Strategie-Rollenspiel, dessen Premiere auf der ersten PlayStation bis ins Jahr 1998 zurückführt, erinnert umgehend an Fire Emblem & Co. Und das kommt nicht von ungefähr, denn in dem neuen japanischen Team unter Makatao Yamamoto (Sengoku Basara) arbeiten einige im Bereich Sound und Gamedesign, die bereits für Nintendo an Fire Emblem von Awakening bis Path of Radiance beteiligt waren. Es wird sechs wählbare Story-Kampagnen mit unterschiedlichen Perspektiven der jeweiligen Fraktionsanführer und einen Missions-Modus mit 24 (!) Fraktionen geben. Im Zentrum stehen Ressourcen-Verwaltung, rundenbasierte Truppen-Taktik mit über 100 Einheitentypen sowie Beziehungen zu Monstern. Das soll ein Epos werden: Man verspricht nicht weniger als 200 Stunden plus X Spielzeit. Und nachdem Fire Emblem zuletzt schwächelte, bin ich neugierig.
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Bylina (PC, PS5, XBS)
Ein isometrisches Action-Rollenspiel inspiriert von slawischer Folklore vom Moskauer Studio Far Far Games.
Call of Saregnar (PC)
Einer der heutzutage vielleicht weniger bekannten Rollenspiel-Klassiker der goldenen Ära ist Betrayal at Krondor, das Sierra 1993 für PC veröffentlichte und zu einer Trilogie entwickelte. Es beruhte auf den Fantasy-Romanen von Raymond E. Feist, spielte in dessen Welt Midkemia und überzeugte mit seinem cleveren Rätsel- und offenem Storydesign. Für so einige hatte es damals eines der besten Drehbücher innerhalb des Genres.
An dessen Stil knüpft Call of Saregnar von Damjan Mozetič an, sowohl visuell als auch spielmechanisch. Das Spiel des Slowenen ist sicherlich ein Exot, denn wenn man es startet, wird man angesichts der niedrig aufgelösten Kulisse in die Zeit der Voodoo-Grafikkarten zurückversetzt; selbst das Schild der Taverne ist kaum lesbar. Die Landschaft wirkt bei Wanderungen verlassen, und in Gebäuden hat man das Gefühl, einem Live-Rollenspiel beizutreten: Man hat nur echte Schauspieler als Charaktere integriert, samt der Gesichter und Kostüme.
Ich hab mich mitunter an tschechische Märchenfilme der 80er erinnert gefühlt. Das dürfte so einige technisch abschrecken oder stilistisch abstoßen. Mein Fall ist das auch nicht, aber ich kann ein nostalgisches Auge zudrücken, weil es sich ein wenig wie früher anfühlt. Und man muss natürlich bedenken, wie wenig Leute an diesem Projekt arbeiten. Hier erkundet man übrigens nicht isometrisch, sondern in Egosicht. Es entsteht beim Vorlesen der ersten Texte ein durchaus gemütliches Flair, die Musik ist überraschend aufwändig, manchmal allerdings viel zu hochtrabend.
Das Abenteuer spielt diesmal übrigens nicht in Midkemia, sondern in einer historisch inspirierten neuen Fantasywelt. Dort beginnt man als ein Duo aus Kämpfer und Magier in einem verschlafenen Dorf namens Avanmoor, entwickelt seine Fähigkeiten je nach Aktion und verfügt irgendwann über ein Magiesystem mit zwölf Göttern. Man ist weit weg vom Drama eines The Forgotten City, aber wer sich auf die Story fokussiert, könnte auf eine seltsam ruhige und gemütliche Art unterhalten werden. Und wenn man sich auf die Recherche einlässt, wird man so einige Hingabe für Kleinigkeiten entdecken, sowohl was Gegner, Gegenstände sowie Rätsel betrifft.
Chronicles: Medieval (PC)
Willkommen im Sandkasten des europäischen Spätmittelalters: Das dänische Team von Raw Power Games will demnächst den Early Access für diesen Mix aus Rollenspiel, Strategie und Action starten, der nicht weniger als Krieg auf Schlachtfeldern à Total War bis zur politischen Karriere samt Diplomatie und Charakterentwicklung bieten will. Immerhin startet man nicht als Schmiedesohn, sondern als Königssohn und kann direkt an der Macht schnuppern. Technisch sieht das sehr kompetent aus, aber ob das für Rollenspieler ebenso interessant wird wie für Feldherren? Noch hab ich zu wenig gesehen, um wirklich neugierig zu sein.
Code of the Savage (PC)
Wer schon Drova mochte und Lust auf Oldschool-Rollenspiel-Flair im modernem Gewand hat, sollte sich das CRPG von Geoff Jones vormerken. Hier geht es in offener Pixelwelt inkl. Städte und Dungeons zwar auch um Echtzeit-Kämpfe mit Pausefunktion, aber in erster Linie um Erkundung und Interaktion mit Charakteren, wobei man sehr frei entscheiden kann, was man so macht.
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Control Resonant (PC, PS5, XBS)
Im Gegensatz zum Vorgänger Control aus dem Jahr 2019, den Remedy Entertainment als Shoooter inszenierte, geht es diesmal offiziell um ein Action-Rollenspiel mit mehr Handlungs- und Erkundungsfreiheit sowie einem Fokus auf Nahkämpfen samt Kombos. Dylan Faden, der Bruder der Heldin Jesse aus dem Vorgänger, ist mit übernatürlichen Fähigkeiten auf der Suche nach seiner Schwester, kämpft sich in Schultersicht durch Manhattan fast wie in Devil May Cry und hat es u.a. mit kosmischen Schrecken zu tun. Man ist nicht in offener Welt unterwegs, aber es soll große Areale samt Geheimnissen und Nebenquests geben.
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Cralon (PC)
Das von Björn und Jenny Pankratz (ehemals Piranha Bytes) gegründete Pithead Studio entwickelt einen “3D Immersive Sim Dungeon Crawler mit RPG und Adventure Elementen”, was sich nach Ultima Underworld und Arx Fatalis anhört. Das klingt für Rollenspieler alter Schule natürlich ganz gut, allerdings scheiterte selbst Paul Neurath mit OtherSide Entertainment, als er mit Underworld Ascendant im Jahr 2018 vergeblich an den Geist der Klassiker anknüpfen wollte. Noch gibt es allerdings nicht viel zu sehen.
Crimson Moon (PC, PS5, XBS)
Das wuchtige Action-Rollenspiel erinnert mit seiner barocken Dark Fantasy ein wenig an Warhammer und Castlevania. Man spielt einen Nephilim, halb Mensch und Engel, der in gotischen Kathedralen und alten Gemäudern gegen Dämonen, Untote und Vampire kämpft, um die Stadt Gildenarch zu retten. Man kann diesen blutigen Kreuzzug wohl solo oder kooperativ angehen, außerdem geht es um Entwicklung in mehreren Durchläufen, was auf ein Roguelike schließen lässt.
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Death Trash (PC)
“I’m gonna build my own Fallout.” Das twitterte Stephan Hövelbrinks im Jahr 2015 zusammen mit einem coolen Pixel-Artwork. Er machte sich anhand dieser Vision auch gleich ran an den Code, brachte sich nahezu alles selbst bei, programmierte, zeichnete, schrieb und zog von Borken nach Berlin. Aus dem Traum vom eigenen Rollenspiel und jeder Menge Arbeit wurde im Jahr 2017 ein Rollenspiel namens Death Trash, das man seit August 2021 im Early Access spielen konnte und das dieses Jahr erscheinen soll. Ich sah darin in der Vorschau jedenfalls richtig gutes Potenzial. Das ist ebenso blutige wie anarchistische Science-Fiction, die zwischen bizarr und abgefuckt rangiert.
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Dungeons & Kingdoms (PC)
Ein Fantasy-Königreich in Echtzeit samt Abenteuer- und Survival-Flair zu managen scheint nicht leicht zu sein. Diese Mischung aus Action-Rollenspiel, Aufbau und Strategie kam im Early Access auf Steam jedenfalls “größtenteils negativ” an.
Entropy (PC)
Postapokalyptische Fantasy mit rundenbasierten Gefechten in einer 3D-Welt, in der man eine sechsköpfige Gruppe von Söldnern gegen Dämonen anführt. Das von JRPGs inspirierte Abenteuer kommt von Lovely Hellplace aus Brighton, die im Mai 2024 das Rollenspiel Dread Delusion veröffentlicht haben, das sehr positiv auf Steam bewertet wurde.
Frosthaven (PC)
Der Early Access der Brettspiel-Umsetzung mit Online-Koop für bis zu vier Spieler startete am 31. Juli 2025 größtenteils positiv, aber erhielt in den letzten Rezension nur ausgeglichenes Feedback. Das Spielsystem beruht auf dem weltweit erfolgreichen Tabletop von Isaac Childres, das 2017 als Gloomhaven seine Premiere feierte, die ebenfalls 2017 für PC, PS5 & Co digitalisiert wurde. Es ist als Taktik-Rollenspiel einer der Nachfahren von HeroQuest.
Farever (PC)
Buntes Online-Action-Rollenspiel von Shiro Games (u.a. Wartales, Northgard) aus Bordeaux, bei dem man kooperativ eine Fantasywelt samt Dungeons erkunden kann. Erinnert mit den Hüpf- und Flugeinlagen eher an ein Action-Adventure.
Fatekeeper (PC)
Brachiale Sword and Sorcery? Das geht immer! Und geht es hier etwa so intensiv um Kampf und Magie wie im Klassiker Dark Messiah of Might and Magic von den Arkane Studios aus dem Jahr 2006? Auf jeden Fall will dieses Action-Rollenspiel in Egosicht auf Basis der Unreal Engine 5 in genau diese dämonischen Fußstapfen treten. Hoffentlich studiert man das damals sehr markante Kampfsystem dafür ausgiebig. Entwickelt wird dieses ARPG vom deutschen Studio Paraglacial, das von Ex-Entwicklern von Grimlore Games gegründet wurde, die in SpellForce 3 noch Strategie und Rollenspiel eher solide als magisch vermischten. Aber wer weiß, vielleicht treffen sie diesmal mitten ins Herz.
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Fire Emblem: Fortune’s Weave (SW2)
Ich hoffe, dass das Team von Intelligent Systems auf der Switch 2 wieder frische Impulse setzen kann. Leider weiß man fast nichts, daher blicke ich auf den Status quo, denn Fire Emblem ist eines meiner liebsten Strategie-Rollenspiele – und damit haben wir das erste SRPG in dieser Liste.
Was 1990 auf dem NES mit Fire Emblem: Shadow Dragon & the Blade of Light begann, wuchs über drei Jahrzehnte zu einer epischen Spielereihe. Allerdings hat nicht nur die enttäuschende Neuauflage des Klassikers gezeigt, dass nicht alles Gold war, was in dieser langen Zeit glänzte. Es gab so einige Schwankungen in der Qualität, und das letzte Fire Emblem, das mich richtig gut unterhalten konnte, war Awakening 2013 auf dem 3DS – das war ein edler Zeitfresser.
Nur darf man nicht vergessen, dass sich schon damals einige Kritikpunkte hinsichtlich der pathetischen Erzählweise sowie des überflüssigen Drumherums zeigten, die mich über die Jahre immer mehr störten – zumal die rundentaktische Konkurrenz auch im Independent-Bereich, ich nenne beispielhaft The Banner Saga, immer kreativer und besser wurde.
Und das letzte Fire Emblem Engage für Switch aus dem Jahr 2023 verstärkt hinsichtlich der kitschigen Dialoge, der nervigen Charaktere sowie der langweiligen Geschichte leider einige dieser Schwächen. Und zwar so, dass ich als Fantasyfan und Freund guter Animes wie Record of Lodoss War schon sehr früh alle Gespräche überspringen musste, was immerhin auf Knopfdruck geht. Und das ist keine Kleinigkeit, denn Fire Emblem definiert sich ja nicht in erster Linie als Rundentaktik wie ein Fantasy General, sondern gerade als Strategie-Rollenspiel mit epischer Story und vielen Zwischensequenzen
In Breitseite 4 lautete mein Fazit zu Fire Emblem: Engage:
“Es ist kein kreativer Impuls für die Reihe, aber taktisch etwas direkter, was auch der Rückkehr des Waffendreiecks zu verdanken ist. Schön ist zwar, dass die soziale Interaktion etwas zurückgeschraubt wurde, aber für meinen Geschmack ist das noch zu viel an Smalltalk, zumal die Dialoge ebenso schlimm sein können wie in Forspoken. Außerdem führt die Erkundung nach Kämpfen in viel zu sterile und statische Umgebungen mit künstlichen Grenzen. Rein rundentaktisch wurde ich zwar gut unterhalten. Aber da mich weder die Charaktere, das Artdesign noch die Geschichte rund um den wiedergeborenen Drachen überzeugen, werde ich dieses Fire Emblem Engage nicht weiterspielen. Das liegt auch daran, dass es zu viele direkt vergleichbare Alternativen wie Wargroove, Triangle Strategy oder Tactics Ogre: Reborn gibt, in denen mich weniger stört. Hinzu kommen Strategie-Rollenspiele westlicher Prägung, die mich sowohl thematisch als auch hinsichtlich des Artdesigns eher abholen.”
Glasshouse (PC)
In diesem erzählerisch interessanten, von Disco Elysium inspirierten isometrischen Rollenspiel soll man ein dramatisches Theaterstück im Angesicht einer Katastrophe erleben. Die Ausgangslage erinnert ein wenig an This War of Mine: Man ist zusammen mit anderen Leuten in einem Apartmentkomplex gefangen. Das scheint zunächst kein Problem zu sein, schließlich handelt sich ja um Freunde. Allerdings kann der Mensch dem Mensch bekanntlich ein Wolf werden, wenn es ums Überleben geht. Denn das größere Problem ist die atomare Zerstörung, die die fiktive Industriemetropole Lundonstock ereilt hat. Nur wenige haben in Gebäuden des Viertels überlebt, befinden sich also in einem Extrem-Lockdown und müssen sich auf einen nuklearen Winter vorbereiten.
Tja, erst schwinden die Ressourcen, dann so langsam das Vertrauen und spätestens als die ersten Morde geschehen, wird der Zusammenhalt auf die Probe gestellt. Man schlüpft in die Rolle eines Überlebenden, bewegt sich in isometrischer Perspektive durch die Räume und muss sich vor allem auf seine Redekunst verlassen, während man das Gebäude, die Motive der Menschen sowie die ungeklärten Fälle erkundet. Allerdings muss man aufpassen, was man sagt und tut, denn alles hat Konsequenzen. Außerdem kann man der politischen Ursache für die Katastrophe nachspüren. Der Spieletitel Glashaus soll also Programm sein, zumal mehrere Enden geplant sind.
Je nachdem, welchen politischen Überzeugungen man folgt, verändert sich auch langsam die Situation für alle. Man kann als Einzelgänger auf alle Bindungen pfeifen, seine Mitmenschen belügen und betrügen, oder die Beziehungen pflegen und stärken. Neben den Dialogen, die sich auf die Moral auswirken, gibt es auch Survival-Flair: Alle Leute im Apartment müssen überleben, indem man für genug Nahrung, Energie sowie Gesundheit sorgt. Aber die Ressourcen sind stark begrenzt. Man kann auch Expeditionen nach draußen in Auftrag geben, die jedoch riskant sind. Man verfügt über ein Inventar und kann je nach Wissen anderes Handwerk erlernen, um selbst Dinge wie Dietriche, Werkzeuge, Möbel oder Waffen herzustellen.
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Hark the Ghoul (PC)
Ein Dungeon-Crawler und Soulslike in Ego-Sicht und grober Polygonkulisse, der unter einer viktorianischen Stadt spielt.
Hopetown (PC)
Ein Rollenspiel im klassischen isometrischen Stil, das sich auf Story, Dialoge und Psychologie konzentriert, wobei jede Entscheidung nicht nur spürbare Konsequenzen in der sichtbaren Welt, sondern auch in den Gedanken des Helden haben soll. Man will ein “narratives System, in dem die Grenze zwischen dem inneren Selbst und der Außenwelt durchlässig ist” anbieten.
Und zwar für einen Journalisten, der in einer Bergbaustadt recherchiert, in der jeder seine Geheimnisse hat und überaus seltsame Dinge vor sich gehen. Dass es ein wenig aussieht wie Disco Elysium kommt nicht von ungefähr, denn Longdue Games wurden von ehemaligen Entwicklern gegründet. Und ihr Ziel ist nicht weniger als: “We’re going to be a flagship force in the world of agency-driven storytelling.” Allerdings hat man bisher kaum etwas gezeigt.
La Divina Commedia (PC)
Dieses Action-Rollenspiel ist von Dantes Klassiker Göttliche Komödie inspiriert, den er erst kurz vor seinem Tod 1321 beenden konnte. Das Spiel entführt einen Krieger und Dichter in die Tiefen der Hölle, wobei er neben diversen Dämonen auch den sieben Sünden begegnet, die seine Charakter-Entwicklung formen. Das klingt inhaltlich gut, aber das Spiel wird bei Jyamma Games in Mailand entwickelt, die 2024 das maximal mittelmäßige Soulslike Enotria: The Last Song veröffentlicht haben. Und auch hier wird der Kampf im Mittelpunkt stehen.
Lair of the Leviathan (PC)
Ein charmant illustriertes Taktik-Rollenspiel vom Solo-Entwickler Nostalgic Realms, das mit der freien Routenplanung in offener Welt sowie den Rundenkämpfen leichte Erinnerungen an Wartales weckt. Der Pixelstil orientiert sich mit Zwergen, Elfen, Magiern & Co an Motiven der High-Fantasy.
Die Darstellung wechselt von der Draufsicht auf der Weltkarte sowie in Katakomben in die seitliche Ansicht beim Schmied oder mit Hexfeldern im Kampf. Dort taktiert man rundenweise in einer Gruppe mit unterschiedlichen Klassen und Fähigkeiten. Während man die offene Welt ohne Zufallselemente mit ihren Siedlungen, Wäldern sowie in mehrstöckigen “Mega-Dungeons” frei erkunden soll, trifft man auf Nebencharaktere mit eigenen Handlungssträngen, die zu weiteren Missionen und Gebäuden führen.
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Lords of the Fallen II (PS5)
Das Action-Rollenspiel und Soulslike von Hexworks aus Polen, das damals musikalisch mit Fear of the Dark von Iron Maiden im Trailer auf sich aufmerksam machte, sieht mal wieder richtig gut aus. Licht und Finsternis dürften auch diesmal eine große Rolle spielen, inklusive Online-Koop. Aber der Vorgänger, der in seiner mittelalterlich-dämonischen Fantasy eine Mischung aus Dark Souls 3 und Bloodborne anstrebte, hatte einige technische Probleme zum Start. Er war brachial und stimmungsvoll, aber hat mir nicht so gut gefallen wie Lies of P. Die Polen orientierten sich im Artdesign so stark an den Vorbildern von FromSoftware, wie kaum ein anderes Soulslike, servierten solide bis gute Kämpfe, spielten aber auch einen kreativen Trumpf aus: den Weltenwechsel. Wenn man als dunkler Kreuzritter die Lampe einsetzte, erlebte man in ihrem Schein den fließenden Übergang aus der Welt der Lebenden in das Reich der Toten – Pflanzen, Architektur und Licht veränderten sich in Echtzeit, machten den Blick frei auf eine grau vernebelte Alptraumwelt. Das war cool, aber gleichzeitig gab es auch einige künstlich wirkende Panoramen, die fast wie kitschige Fantasy-Poster aussahen. Der Story gelang es zudem nicht, mich wirklich intensiv zu binden, die Steuerung hatte kleine Tücken und die Charakterentwicklung konnte mich en detail nicht überzeugen. Lies of P beginnt zwar schwächer und generischer, aber verbesserte sich deutlicher, wirkte nach wenigen Stunden freier und eigenständiger als Abenteuer.
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Mistfall Hunter (PC, XBS)
Lust auf so etwas wie ARC Raiders in einer Dark Fantasy? In diesem Extraction-RPG kämpft man in Schultersicht als Söldner, Magier, Schwarzpfeil, Schattenstrix oder Seher sowohl gegen NPC als auch andere Spieler. Man soll sich auch alleine mit einem “Präzisionszielsystem” und zig Kombos durchschlagen können.
Mortal Shell 2 (PC, PS5, XBS)
Das Action-Rollenspiel und Soulslike von Cold Symmetry aus dem Jahr 2020 gehörte zu den besseren Nachahmern der Formel von FromSoftware, war letztlich weniger hart und lieferte unterm Strich gute Unterhaltung. Der Nachfolger setzt auf mehr Dunkelheit, mehr Metal und Schusswaffen, die mich noch nicht überzeugen – aber der Trailer ist cool. Ich schrieb damals im Fazit über den Vorgänger auf PS4:
“Ihr vermisst Dark Souls? Ihr sehnt euch nach Bloodborne 2? Dann besucht die verfluchten Reiche von Mortal Shell: Das könnte euch für 20 bis 30 Stunden Heimatgefühle bescheren. Mit vielen Fragen im Kopf kämpft man sich durch eine verwunschene Welt voller Vampire, Ritter und Bestien. Das sehr gute Artdesign verbindet düstere Fantasy mit Horror sowie einem außerirdischen Hauch. Kaum ein anderes Spiel kommt so nah ran an die ebenso monumentale wie mysteriöse Stimmung à la From Software – das ist fast ein Seelenverwandter. Dabei tanzt Cold Symmetry auf der Klinge zwischen Hommage und Kopie, denn so einiges wirkt abgekupfert, aber die Briten fügen auch spielmechanisch Kreatives in eigener Weltkonzeption hinzu – die ab einem bestimmten Punkt mit einem düsteren Wechsel überraschen kann. Zwar bleibt man hinsichtlich Leveldesign, Erkundung, Charakterentwicklung sowie Bossen klar hinter der Qualität der Soulsreihe. Dafür sorgt das wuchtige Kampfsystem mit dem Verhärten ebenso für frische Impulse wie das Prinzip der Vertrautheit oder der wechselnden Körper. Und in welchem Abenteuer sieht man seine untoten Feinde am Lagerfeuer Gitarre spielen? Unterm Strich ist das richtig gute Unterhaltung für alle Soulsfreunde. Aufgrund der gemäßigten Schwierigkeit sowie der Extraleben ist es aber auch der ideale Einstieg für alle, die es werden wollen.”
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Project Pantheon (PC)
Vom Wolcen Studio aus Nizza kommt dieses “Extraction-Action-RPG”, das sich weniger kompliziert spielt als es klingt. Man kämpft in der Draufsicht à la Diablo in einer Fantasywelt, in der alte Götter und Mythologien wie jene der Ägypter oder Griechen im Artdesign sichtbar werden. Man hat es auf dem Weg zum Ziel nicht nur mit Monstern, sondern auch anderen Spielern zu tun, denn es geht um PvEvP. Die Spannung soll am Ende eines Areals entstehen: Kurz bevor man den Ausgang erreicht, muss man eine Zahl an Feinden samt Spielern besiegen, um die bis dahin erhaltene Beute zu sichern. Die Franzosen haben 2020 den eher durchwachsenen Dungeon-Crawler Wolcen: Lords of Mayhem für PC und Konsolen veröffentlicht, den sie jetzt quasi um Mechaniken à la Escape from Tarkov erweitern. Aber das Free-to-play-Prinzip schreckt mich ohnehin ab.
Quasimorph (PC)
Dieses rundenbasierte Extraction-Rollenspiel macht mich mit seiner Pixel-Science-Fiction und dem eigenen Raumschiff samt Söldnerflair sowie Klon-Strategie wesentlich neugieriger als Project Pantheon oder Mistfall Hunter. In der Draufsicht trifft rundenbasierte Taktik auf Ausrüstungs- und Schiffsmanagement. Auch hier gilt, dass man wie in einem Roguelike alles verliert, wenn man stirbt. Das hat im Early Access seit 2023 über 5000 Leuten sehr gut gefallen und ist auf meiner Wunschliste gelandet.
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Queens Domain (PC)
Action-Rollenspiel von Freshly Baked Games, die für das narrative Adventure The New Flesh sehr positives Feedback bekamen. Diesmal orientieren sie sich allerdings an King’s Field von FromSoftware, auch stilistisch: Im Retro-PlayStation-Artdesign kämpft man sich in Egosicht durch eine Insel samt Oberwelt und Dungeons. Es geht in erster Linie um Nahkampf und Akrobatik (mit dem heiligen Schwert kann man wohl über Abgründe fliegen) bei Ausdauer-Verlust. Allerdings gibt es Ähnliches schon recht kompetent in Verho – Curse of Faces, das ich in der Breitseite 22 besprochen habe.
Roguecraft (PC)
Als ich die ersten Bilder von Roguecraft gesehen habe, öffnete sich sofort eine Tür in die 80er Jahre: Ich saß wieder im meinem Kinderzimmer, an meinem Schreibtisch, vor dem Commodore, versunken in Cadaver, Dungeon Master oder Rings of Medusa. Und genau an dieser Epoche der Videospielgeschichte orientiert sich Rick Sickenger von Badgerpunch Games mit Roguecraft, das schon für den Amiga und Evercade erschienen ist, aber bald auf Steam erscheint.
Thematisch geht es um Fantasy und Horror mit einem Hauch von Cthulhu: In der Rolle von Zendar ist man einem uralten Bösen (vermutlich mit vielen Tentakeln) und einem magischen Amulett auf der Spur, das schließlich in dieses “Dungeon von Mordecoom” führte. Das wird ein auf das Wesentliche reduziertes Spiel mit der Erkundung von Dungeons und Gefechten gegen Monster, deren Anordnung sich bei jedem neuen Versuch verändert. Es gibt ein Inventar für Schlüssel, Tränke & Co, aber der Name des Spiels ist tödliches Programm: Der Held hat nur ein Leben und muss auch angesichts der Fallen sehr vorsichtig agieren, wenn er sich durch die Räume bis ins Finale kämpfen will.
Ein Run soll nur etwa eine halbe bis Dreiviertelstunde dauern. Das wird also kein komplexer oder großer Dungeon Crawler, aber Spiele wie Dungeons of Dreadrock haben ja demonstriert, dass klein und fein eine sehr unterhaltsame Kombination sein kann. Gerade im Zeitalter der überfrachteten Mega-Spiele kann ein ebenso kompaktes wie stimmungsvolles Erlebnis genau die richtige Alternative sein. Die Musik kommt übrigens erneut von Sami Louko, der auch für Rick Sickengers Showdown und Rogue64 komponiert hat.
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Shadow of the Road (PC)
Ein taktisches Rollenspiel in einer Steampunk-Variante eines Japan im 19. Jahrhundert? Das gab es so noch nicht und daher bin ich neugierig auf dieses CRPG mit Storyfokus von Another Angle Games aus Warschau. Im Jahr 1868 treffen Magie und Technik, Katanas und Maschinen in einem Bürgerkiegs-Szenario aufeinander. Als politische Hauptfraktionen treten die Traditionalisten unter Shogun Tokugawa sowie die Fortschrittlichen unter Kaiser Mutsuhito auf, die wiederum von den Briten unterstützt werden. Man ist wohl als Meisterstratege für die Traditionalisten unterwegs, hat zunächst zwei Ronin sowie einen Jungen mit seltsamen Kräften dabei, wobei im Laufe der Reise weitere Charaktere mit eigenen Biographien sowie Zielen hinzu kommen. Die Entscheidungen sollen sich spürbar auf die Beziehungen sowie das Schicksal des Landes auswirken. Es wird rundenbasierte Gefechte geben, in denen man u.a. auf Yokai, Samurai und Ninja trifft. Ach so: es gibt eine Demo auf Steam.
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Starfinder: Afterlight (PC)
Endlich mal wieder ein CRPG als Science-Fiction, eine Crew und die Galaxie retten: In diesem Rollenspiel geht es inkl. Animestil und Rundenkampf um Abenteuer samt einer Gruppe von bis zu sechs Gefährten mit eigenen Biographien und Motivationen. Es basiert auf dem gleichnamigen Pen&Paper-Rollenspiel von Paizo Publishing, das wiederum auf Pathfinder beruht. Zwar erinnert die Kulisse ein wenig an das JRPG Persona, aber das Team von Epictellers Entertainment kommt aus Spanien, besteht aus leidenschaftlichen Rollenspielern und war sehr erfolgreich mit seiner Kickstarter-Kampagne. Der Early Access soll wohl im zweiten Quartal 2026 starten.
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Sword Hero (PC)
Gibt es schon Gothic-likes? Ach ja: das sehr gute Drova! Aber das Independent-Team von ForestWare, das aus nicht viel mehr als einem Koch und Gothic-Fan aus Ungarn besteht, wagt sich etwas direkter in eine ähnliche offene 3D-Welt. Die erinnert in ihrer mittelalterlichen Fantasy visuell auf Anhieb und auch in spielmechanischen Bereichen an das Abenteuer von Piranha Bytes. Es wird eine Story mit sechs Kapiteln, drei Fraktionen, Charaktere mit Tagesabläufen, dynamisches Wetter, Verbrechen und ein Ruf-System sowie Echtzeit-Kämpfe auf der Insel Wes geben, wo man natürlich als Niemand ohne Fähigkeiten startet. Aber trotz all der guten Erinnerungen an Gothic ist mir das zu viel des Ähnlichen.
Terrinoth: Heroes of Descent (PC, PS5, XBS)
Ich hab die Tabletop-Brettspiele von Kevin Wilson hinter mir im Regal, die mit Descent: Journeys in the Dark im Jahr 2005 auf überaus epische Art an HeroQuest anknüpften. Es hat mich gewundert, dass es so lange gedauert hat, bis man diesen auf dem Tisch so erfolgreichen Dungeon-Crawler digitalisiert. Jetzt haben das die Artefacts Studios übernommen (u.a. The Dungeon of Naheulbeuk, Space Hulk Tactics). Sie wollen eine Kampagne mit 20 Dungeons anbieten, die man kooperativ samt Sprachausgabe mit bis zu vier Leuten erkunden und von Monstern befreien kann. Acht Abenteurer stehen zur Wahl, gekämpft wird natürlich in Runden und die Quests soll man in kurzen Etappen meistern können. Rein erzählerisch ist es als Prequel für Descent: Legend of the Dark ausgelegt, das 2021 als Brettspiel erschien. Diese Umsetzung wird unter den modernen DRPG sicher keine Zeichen setzen, aber ich bin mal gespannt, wie sich das anfühlt.
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The Algian Sword (PC)
Das Independent-Studio Zero Element Games will das Flair klassischer Rollenspiele sowie eine Story mit Entscheidungen und Konsequenzen anbieten. Das visuelle Besondere (und für einige wie mich vielleicht Befremdliche): Das Abenteuer spielt in einer 3D-Welt mit 2D-Pixelfiguren. Man hat die Wahl zwischen zwei Charakteren mit individueller Entwicklung und in den Kämpfen sollen Echtzeit sowie Runde in einem hybriden Mix à la Final Fantasy laufen.
The Bloodline (PC)
Ich mag den Grafikstil und das Prinzip leider gar nicht, aber dieser Fantasy-Sandkasten kommt mit seiner Mischung aus Rollenspiel, Akrobatik (samt Wandläufen!) und Kampf sehr positiv im Early Access an. Man ist in offener Welt unterwegs, auch zu Pferd, kann Quests erledigen oder Dörfer aufbauen und seinen Charakter aus 500 Fähigkeiten vom Ingenieur bis zum Druiden formen.
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The Duskbloods (SW2)
Ich habe ARC Raiders ausprobiert, also werde ich trotz meiner Skepsis auch The Duskbloods spielen. Zwar wünsche ich mir gerade von FromSoftware lieber ein Solo-Abenteuer, aber Hidetaka Miyazaki und sein Team haben einiges auf der Switch 2 vor. Es geht um ein auf Multiplayer fokussiertes Erlebnis als PvPvE, in dem bis zu acht Spieler sowohl gegen Spieler als auch gegen die Umwelt bzw. KI-Feinde antreten.
Die Spieler schlüpfen in die Rolle von “Bloodsworn”, die zusammen als “Duskbloods” bezeichnet werden, und die ähnlich wie Vampire dank eines speziellen Blutes übernatürliche Fähigkeiten besitzen; wobei FromSoftware sie nicht klassisch oder romantisch interpretiert. Es gibt keine einheitliche Spielwelt, sondern einen Mix von mittelalterlich bis neuzeitlich, dazu über ein Dutzend wählbare sowie individuell modifizierbare Charaktere, die über Doppel- und Supersprung verfügen und Klingen sowie Schusswaffen einsetzen. Außerdem kann jeder Spieler ein mitkämpfendes Wesen beschwören.
Alle Charaktere starten in einem Hub, bevor sie in den Online-Multiplayer mit bis zu acht Leuten reisen: Dort geht es nicht nur um Kämpfe bis zum letzten Bloodsworn, sondern auch um Teambildung gegen einen KI-Boss, der eine große Herausforderung darstellen soll. Interessant ist, dass es auch Siegpunkte gibt, wenn man Kämpfe vermeidet oder sich “opportunistisch” verhält. Hinzu kommen Ereignisse wie das Steingesicht aus dem Trailer, die vielleicht die Bedingungen ändern, so dass man sich anpassen muss. Danach landet man wieder im Hub, um unabhängig von Sieg oder Niederlage diverse Belohnungen zu erhalten und sich zu entwickeln. Miyazaki betont, dass er reines PvP gar nicht so mag und genug Abwechslung für Leute schaffen wollte, die im Multiplayer ihre eigenen Ziele verfolgen.
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The Necromancer’s Tale (PS5, XBS, SW2)
Hier geht es in klassischer Draufsicht um Okkultismus, Magie und Untote. Das narrative Rollenspiel von Psychic Software aus Irland erschien 2025 auf dem PC und erhielt mit seiner Gothic-Story rund um ein altes Zauberbuch im 18. Jahrhundert gute Kritiken. Man muss wohl den eigenen Wahnsinn managen und trifft auf über 150 Nebencharaktere, die man auf unterschiedliche Art für seine Zwecke einsetzen oder manipulieren kann, indem man mit ihnen spricht und Vertrauen aufbaut. Sollte es zum Kampf kommen, taktiert man rundenbasiert in einem Raster. Ich habe es damals nicht gespielt, aber die Geschichte wurde besonders gelobt.
The Secret of Weepstone (PC)
Dungeon-Crawler ziehen mich seit der goldenen Ära von The Bard’s Tale, Dungeon Master und Ultima Underworld magisch an. Spiele wie Etrian Odyssey (2007) und Legend of Grimrock (2012) konnten diese Anziehungskraft in moderne Gemäuer retten und die Lust auf Fallen und Labyrinthe aufrecht erhalten. So mancher Abenteurer fühlte sich darin genauso an seine kartografierte Kindheit mitsamt der Schrecken erinnert, wie er beim Anblick der bewaffneten Skelette aus The Secret of Weepstone vielleicht an Eye of the Beholder denkt.
Aber das ist kein Dungeon-Crawler, der mit der Axt das Holz splittern lässt. Die Erkundung ist relevanter als der Bodycount, zumal es böse Überraschungen bis hin zum permanenten Tod gibt. Man kann jeden Raum genauer mit der Maus ansehen, Hebel einsetzen und Schalter bedienen, hinzu kommen Hinweise in der Umgebung. Sean Gailey von Talesworth simuliert die frühen Pen&Paper-Abenteuer sogar bis hin zur Darstellung der aufgeschlagenen Module und fallender Würfel.
Dazu gehört auch, dass ein englischer Sprecher einige Situationen wie ein Dungeon Master einleitet sowie Entdeckungen beschreibt. Das läuft nicht so dynamisch, sarkastisch oder gar diabolisch wie im wunderbaren Cryptmaster (2023) von Lee Williams und Paul Hart. Aber ich würde sagen, dass diese beiden Abenteuer nicht nur aufgrund ihrer schwarzweißen Kulissen und des britischen Humors Verwandte im Geiste sind.
Mir hat dieser Ausflug in der Tradition der ersten CRPG bereits in der Demo gut gefallen. Ach so, für alle Rollenspielhistoriker: Die so genannte “Old School Renaissance”, die Enwickler Gailey inspiriert hat, entstand Anfang der 2000er, als sich immer mehr Pen&Paper-Freunde für die Wurzeln des Hobbys interessierten, dabei einfache und konsequente Regeln bevorzugten, die selten Rücksicht auf lange Heldenkarrieren und Rucksäcke voll Beute nahmen.
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Travelling at Night (PC)
Auf dieses narrative Rollenspiel von Weather Factory freue ich mich sehr. Die Briten knüpfen mit einem CRPG an das wunderbare Book of Hours an. Und es scheint so, als würden sie diese Erfahrung in ein größeres narratives Rollenspiel einfließen lassen, das an die Tradition von Planescape Torment und Disco Elysium anknüpft. Sprich: Es geht in erster Linie um Dialoge, Beziehungen sowie Rätsel. Aber was gewöhnlich klingt, beginnt schon angenehm obskur, denn man spielt einen Charakter, der von “Würmern gefressen und ausgespuckt” wurde – und zwar in einer alternativen Nachkriegszeit im Europa des Jahres 1948 samt kosmischem Horror; immerhin hat Alexis Kennedy auch die Story von Sunless Sea geschrieben.
Laut Beschreibung führt man eine “Karnevalsgruppe aus ironischen, mutigen und komplexen Charakteren” an, die u.a. ein Sanatorium am Meer und eine Burg in den Alpen erkunden. Man kann einen Charakter wie z.B. einen Exorzisten, Magier, Schriftsteller oder Arzt spielen, die dann ihren speziellen Leidenschaften folgen, die sie auch in Abgründe führen können. Man sammelt Erinnerungen und Zeichen von Macht, hat die Wahl aus sechzehn, teils obskuren Fähigkeiten.
Denn neben der Würde oder Gelehrsamkeit gibt es auch “Spivvery” für angehende Gauner oder die aus Book of Hours bekannte “Skolekosophy”, die das wissenschaftliche Interesse an Themen beschreibt, die man besser nicht studieren sollte. Schon anhand der Charakterkarte erkennt man den Einfluss von Book of Hours, denn dort gab es ebenfalls magisch-strategisches Tarot und eine Vielzahl studierbarer okkulter Themen. Zwar gibt es keinerlei Kämpfe, aber man kann sterben und wahnsinnig werden.
Spannung und Konflikte sollen durch die Nationen und Fraktionen entstehen, die dieses Europa beherrschen: Da wären die amerikanischen Incorporates, die russischen Ministerien und die Remortals der alten Ordnung. Man kann wohl mit allen verhandeln und hat die Wahl, ob man seine Funde für sich nutzt oder sich verbündet. Noch ist natürlich vieles offen, aber dank dieser unterschiedlichen Möglichkeiten soll es mehrere Enden geben. Ich freu mich sehr darauf, auch weil sich diese Ästhetik angenehm von klassischer Fantasy oder Science-Fiction abhebt.
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Warhammer 40.000: Dark Heresy (PC, PS5, XBS)
Dieses isometrische Rollenspiel von Owlcat Games knüpft mit seinen rundenbasierten Kämpfen sowie der Gruppe an Gefährten direkt an das sehr unterhaltsame Warhammer 40.000: Rogue Trader an, das ich gerne gespielt und in Breitseite 17 gut bewertet habe. Es soll zwar etwas kleiner in seiner Welt sein, aber dafür erzählerisch vielseitiger, zumal man in der Rolle eines Inquisitors wohl detektivische Quests mit kleinen Logikrätseln meistern muss. Die Moral soll eine sehr wichtige Rolle spielen, bis hin zur Aufgabe von Feinden im Kampf. Genau das klingt sehr gut, denn die Gefechte konnten sich im Vorgänger sehr langatmig bis zum letzten Mann ziehen. Hinzu kommt ein verbessertes Deckungs- sowie Sichtliniensystem, außerdem kann man einzelne Körperteile anvisieren. Klingt alles gut, ich bin für den Imperator dabei!
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ROLLENSPIELE AB 2027:
Jetzt begebe ich mich mit dem Fernglas in die nebulöse Zukunft, obwohl sich durchaus einiges konkreter abzeichnet. Analysten rechnen im Jahr 2027 mit dem Start der PlayStation 6 als auch der nächsten Xbox. Und in deren Umfeld könnten auch einige überaus namhafte Rollenspiele erscheinen. Weil Sony das letzte Mal ein Remake von Demon’s Souls zum Start der PS5 servierte, spukt natürlich das ewige Bloodborne umher, das vielleicht auch derart modernisiert werden könnte.
Und zwar bevor man einen offiziellen Nachfolger ankündigt. Die Rechte daran hat Sony bekanntlich auch und die halbe Welt hat natürlich Lust darauf. Doch nach letztem Stand will Sony ein Bloodborne 2 nur mit FromSoftware bzw. dem Segen seines Schöpfers Hidetaka Miyazaki machen, für den das Action-Rollenspiel in Yharnam der liebste Teil der Soulsreihe ist. Tja, aber der hat bekanntlich viel zu tun…
Selbst ohne Bloodborne könnte dieses Jahr einen überaus kompetitiven Generationswechsel einleiten. Denn was ebenfalls ab 2027 aufwärts erscheinen soll, sind die drei epischen Schwergewichte The Witcher IV, The Elder Scrolls VI und Divinity. Gar nicht in Sicht ist hingegen ein Baldur’s Gate 4. Wizards of the Coast hat lediglich vage in Aussicht gestellt, dass man auch in Zukunft “ernsthafte” Computer-Rollenspiele anbieten möchte, ohne konkret zu werden. Kein Wunder wenn man bedenkt, wie viele Jahre des Early Access und welcher Entwicklungsaufwand im Vorgänger stecken.
Außerdem sind die Larian Studios ohnehin nicht mehr für Dungeons & Dragons zu haben. Denn bei den Belgiern befinden sich zwei Spiele in Entwicklung. Darunter ein neues Rollenspiel unter dem Codenamen “Excalibur” und dazu das bereits erwähnte Divinity. Also jetzt zu dem, was man über 2027 weiß:
Divinity (PC, PS5, XBS)
Oh ja, das steht ganz weit oben in der Wunschliste. Rollenspieler interessiert nach Baldur’s Gate 3 natürlich, was die Larian Studios zukünftig machen. Man wusste, dass sie zu ihrer eigenen Fantasywelt Rivellon zurückkehren, die 2002 in Divine Divinity auf dem PC noch als Diablo-Hommage ihre Pforten öffnete und bis 2017 zu jenem physikalisch interaktiven sowie überaus unterhaltsamen Divinity: Original Sin II führte, dessen Qualität den Weg zur Schwertküste von Wizards of the Coast ebnete. Ich zähle es neben Pillars of Eternity 2 (2018) sowie Wasteland 3 (2020) zu den besten isometrischen Rollenspielen.
Und es freut mich, dass Larian dem rundenbasierten Kampf treu bleibt. Gleichzeitig scheinen sie ein ganze neues Level der Dramaturgie anzustreben. Was man im Trailer ohne Spielszenen sieht und hört, klingt zunächst mittelalterlich fröhlich, aber der gefolterte Mann in Ketten lässt Böses ahnen, das sich dann so blutig, eklig und bizarr Bahn bricht, dass der bisherige Humor vergangen scheint und selbst die Götter verstummen. Dieser Ansatz gefällt mir ausgesprochen gut. Und selbst wenn man rein spielmechanisch nichts gesehen hat, hat Larian bei mir einen Vertrauensbonus.
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Exodus: Become the Traveler (PC, PS5, XBS)
Das mehrfach verschobene Science-Fiction-Rollenspiel von James Ohlen, dem ehemaligen Creative Director von BioWare, wird seit 2019 in seinem neuen Studio Archetype Entertainment für Wizards of the Coast entwickelt. Ihm folgten damals einige namhafte Veteranen des kanadischen Studios, darunter der Technik-Experte Chad Robertson und Storywriter Drew Karpyshyn; auch einige Ex-Entwickler von Naughty Dog sollen dabei sein.
Dieses Rollenspiel ist eine Triple-A-Produktion auf Grundlage der Unreal Engine 5, in die man viel Geld investiert – als es bei den Game Awards 2023 enthüllt wurde, stand kein Geringerer als Matthew McConaughey (True Detective) auf der Bühne. Und der Science-Fiction-Autor Peter F. Hamilton (Armageddon) veröffentlichte bereits einen Roman zum Rollenspiel. Ähnlich wie George R.R. Martin im Fall von Elden Ring legt der Brite das historische Fundament des Spiels, nur dass er direkter mit Karpyshin zusammen arbeitet, dem ehemaligen Lead Writer für Mass Effect 1 und 2.
Nicht nur hinsichtlich der Ästhetik und Figurendesigns erinnert so einiges an BioWares Epos – bis auf die deutlichere akrobatische Note. Man kann in Schultersicht Deckung suchen, sich tarnen und hinterhältig angreifen; Nah- und Fernkampf gehen nahtlos ineinander über. Hinzu kommen konfliktreiche Dialoge mit den Gefährten, denn das soll trotz der Gefechte kein Shooter, sondern ein Action-Rollenspiel mit Entscheidungen und Konsequenzen werden – offiziell nennt man es ein Science Fiction Action-Adventure RPG.
Allerdings nicht à la Starfield in offener Welt, sondern in begrenzten Arealen. Das eigene Raumschiff dient als Hauptquartier, von dem aus die Orte für Quests frei angeflogen werden, darunter auch Städte. Denn um die Heimat Lidon zu retten, muss man wohl quer durch die Galaxie reisen und Artefakte bzw. Technik aufspüren. Man kann als Mann oder Frau spielen, wird bis zu zwei Leute mit entwickelbaren Fähigkeiten in sein Trio aufnehmen können, darunter sowohl Menschen als auch Aliens diverser Klassen wie Soldaten, Wissenschaftler, Attentäter, Erfinder, Changelings und Erweckte – enthüllt wurde z.B. die Mech-Söldnerin Elise Charroux.
Manche sollen sich regelrecht hassen, Romanzen sind ebenfalls möglich. Matthew McConaughey wird allerdings nicht (wie zunächst gedacht) den Protagonisten Jun, sondern einen der relevanteren Nebencharaktere einspielen. Das erzählerische Grübeln und die moralischen Konflikte sollen auch durch die Frage entstehen, was man mit der von den Celestials erbeuteten Technologie macht. Über sie kann man nicht nur seine eigenen Waffen, sondern auch das Schicksal der Planeten beeinflussen.
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Final Fantasy VII Remake Part 3 (PC, PS5, XBS)
Das Rollenspiel soll 2017 für alle Plattformen gleichzeitig erscheinen und nicht zunächst zeitlich exklusiv für die PlayStation 5.
Lies of P 2 (PC, PS5, XBS)
Wenn eines der besten Soulslikes außerhalb von FromSoftware fortgesetzt wird, werde ich wieder neugierig. Die Koreaner von Round8 Studio und Neowiz haben mich sehr gut unterhalten und entwickeln diesmal auf Basis der Unreal Engine 5. Allerdings weiß man sonst noch nix.
Solasta II (PC, PS5, XBS)
Der Early-Access startet schon am 12. März 2026, aber dieses isometrische Taktik-Rollenspiel rund um eine Gruppe von vier Gefährten wird erst 2027 veröffentlicht. Schon der vielversprechende Vorgänger Solasta: Crown of the Magister basierte 2021 auf den Regeln von Dungeons & Dragons, es gab also Elfen, Zwerge, Halblinge sowie Klassen wie Waldläufer, Paladin oder Schurke. Aber das französische Team von Tactical Adventures inszenierte ein knapp 40-stündiges Abenteuer in einer eigenen Fantasywelt auf Grundlage der Unity-Engine. Ich schrieb damals in meinem Test:
“Solasta fehlt es zwar an dichter Atmosphäre und Lebendigkeit, einiges in der Welt wirkt steril und plump. Aber auf Grundlage des D&D-Regelwerks ergeben sich frische spielmechanische Möglichkeiten in Kampf und Erkundung inkl. Licht- und Rätseleinsatz. Unterm Strich solide Unterhaltung für Fans westlicher Rollenspiele.”
Und genau daran dürfte der zweite Teil anknüpfen, wobei die Franzosen, den Trailern nach zu urteilen, hinsichtlich der Atmosphäre zugelegt haben. Wer Baldur’s Gate 3 vermisst und sich vor allem für die kämpferischen Aspekte des D&D-Regelwerks interessiert, wird in den Gefechten dieses Nachfolgers übrigens mehr Optionen haben als an Larians Schwertküste, darunter einige coole Möglichkeiten in der wachsamen Vorbereitung.
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The Elder Scrolls VI (PC, XBS)
Bethesda hat den sechsten Teil der renommierten Saga schon 2018 auf der E3 angekündigt. Es war in der firmeneigenen Chronologie als Rollenspiel nach Starfield geplant, basiert auf dessen Creation Engine 2 und ist wohl schon seit letztem Jahr spielbar. Bisher weiß man allerdings nicht mehr als dass man den “ultimativen Fantasy-Weltsimulator” erschaffen will und dass man sowohl mit Ende 2027 als frühesten Termin als auch 2028 spekuliert. Natürlich ist das ein Pflichtabenteuer für mich, aber noch weiß man nichts.
The Expanse: Osiris Reborn (PC, PS5, XBS)
Dieses SciFi-Rollenspiel soll im FRühjar 2027 erscheinen und erinnert wie kein anderes in seiner Konzeption an Mass Effect (2007). Es basiert auf der verfilmten Romanreihe “The Expanse” von James S. A. Corey, deren erster Teil “Leviathan erwacht” 2011 auf Deutsch erschien. Im Weltall des 24. Jahrhunderts verlassen Owlcat Games erstmals die gemütliche isometrische Perspektive und wechseln in die Schulterperspektive, in der man aktiv durch Gassen spaziert, Planeten und Asteroiden wie Ganymede, Ceres, Mars und Luna erkundet.
Sehr vieles erinnert im Konzept von Story, Party und Deckungsaction an das Bioware-Abenteuer von Commander Shephard. Aus der Sicht eines Söldners schart man eine Gruppe aus Menschen, Marsianer und Gürtlern um sich, um sie als Captain samt Raumschiff anzuführen. Das Party-Management soll angesichts starker Persönlichkeiten und Geheimnisse sehr relevant sein, Beziehungen sollen sich je nach Handlung entwickeln. Hinzu kommen moralische und politische Konflikte innerhalb eines zersplitterten Sonnensystems. Im Kampf kann man bis zu zwei Leute mitnehmen und ihnen Befehle in Echtzeit geben, während die anderen von außen unterstützen. Dazu Creative Director Alexander Mishulin:
„Wir träumen seit langem davon, ein Sci-fi-Action-RPG von derartigem Umfang zu erschaffen. (…) Es ist eine realistische und komplexe Welt, perfekt dazu geeignet, die Art von Geschichte zu erzählen, die wir mögen – erwachsen, mit Fokus auf Charakterentwicklung, wo Spielerentscheidungen wirklich relevant sind. (…) Die Mass Effect-Trilogie war für unser Team eine absolute Inspiration. Sie war für die Spieler der Xbox 360-Generation einfach ikonisch und viele von uns haben sie zum ersten Mal als Teenager gespielt, was einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.”
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The Witcher IV (PC, PS5, XBS)
Und wo wir schon bei den epischen Rollenspielen mit Zeitfenstern bis 2028 sind, muss natürlich The Witcher IV erwähnt werden, zumal es da schon mehr Infos gibt. Es soll der technisch eindrucksvolle Auftakt einer neuen Trilogie werden, mit einem neuen Teil alle zwei Jahre, in der man in die Rolle von Ciri schlüpft und die bisherige Geschichte fortführt. Es arbeiten bereits über 500 Leute daran, also mehr als damals in der finalen Phase an Cyperbunk 2077. Und man dürfte nicht nur hauseigene Rekorde brechen, denn das Budget liegt inkl. Marketing angeblich bei 660 Mio. Euro. Darüber kommen nicht viele Studios, da muss man schon GTA VI bemühen. Nicht nur aus strategischen Gründen würde ich hier auf einen Release vor The Elder Scrolls VI tippen, zumal man im letzten Finanzbericht das vierte Quartal 2027 nannte.
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ROLLENSPIELE 2028:
In noch weiterer Ferne liegt Cyberpunk 2, das manche erst für 2029 oder 2030 erwarten. Und der allerletzte Blick ins Fernglas zeigt dann nur noch ein radioaktiv verstrahltes, kaum erkennbares Fallout V, das aber vermutlich sicherer ist als meine Rente. Trotzdem ein finaler Ausblick:
Genigods: Nezha (PC, PS5)
Action-Rollenspiel auf Grundlage der Unreal Engine 5, in dem man den zerbrochenen Himmel retten, seine Vergangenheit entschlüsseln und Risse zwischen Raum und Zeit schließen soll. Klingt episch, sieht gut aus und reiht sich in die Wu-sie-alle-heißen-Flut aus China ein.
The Witcher 1 Remake (PC, PS5, XBS, SW2)
CD Projekt hat die Neuauflage des ersten Teils (2007) angeblich deshalb ins Jahr 2028 verschoben, weil das Team von Fool’s Theory bei der Entwicklung von The Witcher 4 aushilft.













